Beerendorfer Landfrauen holen den 1. Platz
2019 Borna, 2023 Frohburg und 2026 Wurzen - zur 3. mal errangen die Beerendorfer Landfrauen den Sieg beim Erntekronenwettbewerb anlässlich des Sächsischen Landeserntedankfestes, das in diesem Jahr in Wurzen ausgerichtet wurde.
Die Beerendorferinnen holten sich den Preis in der Kategorie "Traditionell gebundene Erntekrone", die besondere Anforderungen stellt. Das Getreide muss in der Region frisch geernetet werden, darf nicht aus Bastelläden oder Großmärkten kommen. Es wird mit Draht gebunden und nicht geklebt. Für die Schmuckelemente wie Blüten und Bänder ist Naturmaterial zu verwenden.
Vier Getreidearten haben die Bindereinnen aus dem Delitzscher Ortsteil in diesem Jahr verwendet. Die Ähren und Gerste gab die Beerendorfer Agrargenossenschaft e.G. Den Hafer stellte der Landwirtschaftsbetreib Dietmar Mieth aus Zschepen zur Verfügung und Durum wurde auf den Feldern der Loberaue Agrar GmbH Zschortau geerntet. Der Beerendorfer Dachdecker Oskar Fritz fertigte das Gestell und Erhard Leche fertigte als Schmuckelement ein Holzkreuz.
Die Beerendorfer Erntekrone besticht durch exakte Bindetechnik und klassische Anordnung des Getreides. Die Sorten, die zuerst und zuletzt geerntet wurden, müssen an den gegenüberliegenden Kronearmen gebunden werden. Die Ähren wurden genau zum richigen Zeitpunkt geernetet, so dass die natürliche Färbung und Struktur perfekt zur Geltung kommen und es nur sehr weniger anderer Schmuckelemente bedurfte.
Nach der Prämierung wurde die Krone in den Wurzener Dom getragen, wo sie zum Festgottesdienst am Sonntag ausgestellt wurde. Nun ist sie noch bis Ende Oktober in der Staatskanzlei in Dresden zu sehen und kommt dann zurück in die Beerendorfer Kirche.
Ungefähr drei Monate haben die Frauen jeweils an zwei Tagen in der Woche an der Krone gearbeitet und der Einsatz hat sich gelohnt. Herzlichen Glückwunsch an die Beerendorfer Landfrauen, insbesondere an Hannelore Krausch und Victoria Gemüngt, die gebunden haben sowie Susann Schmeil, Brigitte Pönicke, Jutta Hesselbarth und Kathleen Fritzsche als Zureicherinnen und natürlich an alle anderen fleißigen Helferinnen.

